Auf dieser Seite können Sie eine elektronische Flaschenpost verschicken. Unter einer echten Flaschenpost versteht man aber eine leere Flasche oder ein anderes schwimmfähiges Gefäß, das mit einem Dokument und eventuell anderen kleineren Gegenständen gefüllt wird, um wasserdicht verschlossen in ein Gewässer (meist einen Fluss oder einen Ozean) geworfen zu werden. Der Sender hat dabei die Hoffnung, dass die Strömung die Botschaft an einem anderen Ort an Land spült, wo sie dann von einem Finder entdeckt werden kann. Der Volksmund verbindet mit der Flaschenpost hauptsächlich Hilferufe von Schiffbrüchigen, denen keine andere Möglichkeit bleibt, Rettung zu erbitten. Angeblich hat bereits Christoph Kolumbus auf seiner Fahrt nach Westen 1493 von einer Art Flaschenpost Gebrauch gemacht, indem er während eines schweren Sturmes ein Zedernfaesschen mit Nachrichten für den katholischen König (Ferdinand II. und dessen Ehefrau Isabella I.) den Wellen übergab. Allerdings erreichte diese Post den Empfänger nicht. In früheren Zeiten wurde die mit einem Hilfeersuchen aufgefundene Flaschenpost bei den lokalen Behörden abgegeben, die das Schriftstück an den zuständigen Konsul des Landes weiterleiteten. Auf langen Schiffsreisen wurden z. B. von Auswanderern Briefe an die Daheimgebliebenen mit Geld für Porto in einer Flasche im Meer ausgesetzt, in der Hoffnung, dass die Nachricht gefunden wird und vom Finder per Briefpost an die Adressaten weitergeleitet wird. Von Bewohnern einsamer Inseln werden Flaschenposten auch als Verkehrsmittel benutzt. Beispielsweise ist dies auf den Westmännerinseln bekannt, die vor der Süd küste Islands liegen. Wollten die Bewohner dieser Inseln Briefe an Bekannte an der Süd küste Islands abschicken, so legten sie sie in eine Flasche und fügten für den Finder und Weiterbefördere der Briefe etwas Tabak bei. Die Flasche wurde bei Südwind ins Meer geworfen, sodass sie nach Island herübergetrieben werden konnte. Wird heute eine Flaschenpost versandt, so geschieht dies meist aus Neugierde: In der Flasche befinden sich eine kurze Nachricht des Absenders sowie seine Postadresse. Ziel ist es in diesem Fall, eine kurze Nachricht von einem möglichst weit entfernten Ort zu bekommen, an dem die Flasche abgespült wurde. Nicht selten geschieht es auch, dass Briefmarkensammler eine Flaschenpost mit einer Postkarte und der Erwartung losschicken, die Karte mit einer ausländischen Briefmarke zurückzubekommen. Als Hilfsmittel der Wissenschaft hat die Flaschenpost wesentlich zur Erforschung der Richtung und Geschwindigkeit der Meeresströmung beigetragen, erstmals 1802 zur Auskundung des Golfstromes, später bei den Untersuchungen des Fürsten Albert von Monaco, der Deutschen Seewarte in Hamburg, welche zu dem Zweck seit 1878 Vordrucke verwendete, und des amerikanischen Marinedepartements in Washington. Die Flaschen waren mit einem Flaschenpfandzettel versehen, der die genaue Zeit und geografische Lage des Ortes enthielt, an dem die Flaschenpost dem Meer übergeben wurde. Der Finder wurde in mehreren Sprachen aufgefordert, seinerseits Ort und Zeit zu vermerken und dann den Zettel an das hydrografische Institut seines Landes abzuliefern. Die Wege solcher Flaschenposten wurden seit 1842 in sogenannte Flaschenkarten eingetragen, die teilweise erhebliche Weglängen und überraschende Geschwindigkeiten dokumentieren. Beispielsweise legte eine im Bereich des Äquatorialstrom ausgeworfene Flasche in 154 Tagen 2700 Seemeilen, also 17 Seemeilen pro Tag zurück. Insbesondere in der Arktis wurde die Flaschenpost mit Erfolg verwendet, um Nachrichten von Polarexpeditionen zu übermitteln. Als moderner Nachfolger der Flaschenpost übernahm die Treibboje die Tätigkeit, um die Richtungen der Meeresströmungen zu ermitteln. Im Jahr 2008 waren auf den Weltmeeren etwa 3000 dieser Geräte ausgesetzt. Zu einem unfreiwilligen wissenschaftlichen Gebrauch entwickelte sich vor einigen Jahren eine Ladung Quietsche Entchen, welche über Bord gegangen waren! Quelle: Wikipedia er sagte: „Ich möchte nichts essen.“